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// blog · Dennis Canet

Warum wird meine Firma bei Google nicht gefunden?

Ihr Unternehmen taucht bei Google nicht auf? So prüfen Sie in zehn Minuten, ob es am Unternehmensprofil, an der Website oder an der Indexierung liegt.

28.10.2026Lokale SEO · Google-Unternehmensprofil · Indexierung

Sie geben Ihre Leistung und Ihren Ort bei Google ein und sehen drei Wettbewerber, nur nicht sich selbst. Die Ursachen lassen sich in vier Gruppen sortieren, und jede lässt sich in wenigen Minuten prüfen. Die Reihenfolge unten entspricht dem Weg, den Google selbst geht: Erst muss es Ihre Seite kennen, dann verstehen, dann für relevant halten.

Schritt 1: Kennt Google Ihre Website überhaupt?

Geben Sie in die Google-Suche site:ihre-domain.de ein, mit Ihrer echten Adresse.

  • Kein Ergebnis: Google hat Ihre Website nicht im Index. Häufige Gründe sind eine sehr neue Domain, eine Einstellung im Baukasten oder CMS, die Suchmaschinen aussperrt ("Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren" in WordPress), oder ein Eintrag in der Datei robots.txt.
  • Nur wenige Seiten: Die Startseite ist bekannt, Ihre Leistungsseiten nicht. Dann fehlen meist interne Links zu diesen Seiten, oder sie sind technisch so gebaut, dass Google sie nicht erreicht.
  • Alle wichtigen Seiten da: Weiter mit Schritt 2. Das Problem ist dann nicht die Auffindbarkeit, sondern die Relevanz.

Genauer als die site:-Abfrage ist die kostenlose Google Search Console. Sie zeigt für jede Seite, ob sie im Index ist und warum nicht.

Schritt 2: Haben Sie ein vollständiges Unternehmensprofil?

Bei Suchen mit Ortsbezug, etwa "Elektriker Hannover", zeigt Google häufig zuerst eine Karte mit drei Unternehmen. Diese Einträge stammen nicht von Ihrer Website, sondern aus dem Google-Unternehmensprofil.

Google nennt selbst drei Faktoren für diese lokalen Ergebnisse: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf die Entfernung zum Suchenden haben Sie keinen Einfluss. Auf die beiden anderen schon:

  • Relevanz: Stimmt die Hauptkategorie? Sind Ihre Leistungen einzeln eingetragen? Ist das Servicegebiet gesetzt? Ein Profil mit der Kategorie "Unternehmen" und ohne Leistungen ist für fast jede Suche irrelevant.
  • Bekanntheit: Dazu zählen laut Google unter anderem Anzahl und Bewertung der Rezensionen sowie das, was im Netz über Sie steht, einschließlich Ihrer Website.

Prüfen Sie: Suchen Sie bei Google nach Ihrem Firmennamen. Erscheint rechts (am Handy oben) ein Kasten mit Karte, Öffnungszeiten und Bewertungen, haben Sie ein Profil. Fehlt er, legen Sie unter business.google.com eines an. Steht dort "Inhaber dieses Unternehmens?", hat jemand anderes es angelegt, und Sie können es übernehmen.

Schritt 3: Sagt Ihre Website klar, was Sie wo anbieten?

Google ordnet eine Seite den Suchen zu, deren Begriffe und Bedeutung sie abdeckt. Eine Startseite mit "Willkommen bei Müller GmbH, Ihrem Partner für Qualität" deckt keine Suche ab, die ein Kunde tatsächlich eingibt.

Drei Fragen, die jede Leistungsseite beantworten sollte:

  1. Was genau? "Flachdachsanierung", nicht "Dachleistungen aller Art".
  2. Wo? Ihr Einzugsgebiet im Text, nicht nur im Impressum.
  3. Wie weiter? Telefonnummer, Formular oder Rückrufbitte sichtbar, ohne Scrollen.

Ein Hinweis zur Versuchung: Seiten für jeden Nachbarort mit identischem Text und ausgetauschtem Ortsnamen ("Dachdecker Garbsen", "Dachdecker Laatzen") wertet Google als Brückenseiten ab. Eine gute Seite für Ihr Einzugsgebiet ist mehr wert als zwanzig kopierte.

Schritt 4: Sind andere einfach stärker?

Wenn Google Ihre Seiten kennt, Ihr Profil vollständig ist und die Texte passen, Sie aber trotzdem auf Seite 3 stehen, liegt es meist am Wettbewerb. Wettbewerber mit mehr Bewertungen, älteren Websites und Erwähnungen in regionalen Medien oder Verzeichnissen haben einen Vorsprung, der sich nur über Zeit aufholen lässt.

Was hier wirkt, ist unspektakulär:

  • Bewertungen systematisch erbitten, bei allen Kunden, ohne Gegenleistung. Google untersagt Rabatte für Bewertungen und das Vorsortieren nach zufriedenen Kunden.
  • Einheitliche Firmendaten in Profil, Website und Branchenverzeichnissen: Name, Adresse und Telefonnummer überall zeichengleich.
  • Regionale Erwähnungen: Verbände, Kammern, Partner, lokale Presse.

Wie lange dauert es, bis sich etwas ändert?

Das hängt von Ausgangslage und Wettbewerb ab, eine seriöse Garantie gibt es nicht. Faustregel: Technische Sperren (Schritt 1) sind nach der Behebung oft innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen sichtbar, sobald Google die Seiten neu erfasst. Änderungen am Profil und an Texten brauchen länger, Wettbewerbsvorsprünge (Schritt 4) Monate.

Kurz zusammengefasst

  • Die site:-Suche findet nichts: Die Website ist nicht im Index. Indexierungssperre im CMS und in der robots.txt prüfen.
  • Der Firmenname zeigt keinen Profilkasten: Es gibt kein Unternehmensprofil. Profil anlegen oder übernehmen.
  • Profil vorhanden, aber nicht in der Karte: Kategorie, Leistungen oder Bewertungen fehlen. Profil vervollständigen, Bewertungen erbitten.
  • Seiten im Index, aber weit hinten: Die Texte treffen die Suche nicht, oder der Wettbewerb ist stärker. Leistungsseiten schärfen, Bekanntheit aufbauen.

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